Korsika - Insel der Schönheit - Day 1 / 2024



07:00 Der Wecker klingelt. Heute ist die Anreise nach Savona, wo wir für die Fähre nach Bastia-Korsika einchecken werden. Es kann also losgehen. Aber dazu später mehr und erst mal der Reihe nach.



Alle Reifenwechsel wurden gemacht, Service ist Ok. Gleich zu Beginn der Reise möchte ich nun keine schlafenden Hunde wecken, aber Marc hat noch irgendwas erzählt von Lenkkopflager tauschen bei 20T Kilometer. Mal schaun, ob die britische Triumph-Beauty auch die 10 Tage durchhält oder ein ungeplanter Boxenstopp fällig wird. Ich erinnere mich an Ölverluste in Telegabeln, Kupplungsnehmerzylinder, leer gefahrende Benzintanks irgendwo im Nirgendwo und und und. Aber natürlich gehen diese Patzer nicht alle auf das britische Triumph Konto. Und mein Abflug letztes Jahr war auch nicht ohne, wobei ich mit Abflug keineswegs das Flugzeug meine.

Die Anreise startet bei der Autobahnraststätte Kölliken in Richtung Bern. In aller Frühe treffend wir uns dort um 09:00 Uhr. Noch einmal nachtanken und schon gehts los via Bern zur Raststätte La Gruyere, wo wir uns mit Capucchino und Schokocroissants eindecken. Weiter gehts nach Montreux und Martigny zum grossen St. Bernhard. Es ist nass, 4 Grad kalt, grau und irgendwie sauungemütlich. Beim linken Ärmel zieht die Kälte rein, übel. Dann bei der Zahlstelle erst mal ganze 18 Euro abdrücken, den Grenzschützern nett zulächeln und ab durch den Tunnel, der irgendwie nicht 18 Euro kosten dürfte, so wie er aussieht.

Angekommen in Aosta erwarten uns 22 Grad, Sonne und eine Pizzeria. Was braucht man mehr. Nach einem ausgiebigen Essen gehts weiter nach Savona, wo wir nach knapp 600km ankommen.




Erst mal etwas Essen. Wir finden Platz mitten in der lebhaften Stadt. Wir gönnen uns regional originale Pasta und zum Dessert gibts Tirramisu und Pannacotta. Doch jetzt wirds zeit, die Fähre wartet nicht.

Angekommen am Fährhafen stellen wir fest, dass doch rund 50 Motorräder und viele Autos warten. Ein Harley Davidson Rudel aus dem schönen Wallis der Schweiz hauen sich eine Flasche Weisswein rein. Und ich bin mir auch nicht sicher, ob's nur eine Flasche war. Dann gehts los. Rauf auf die Fähre und ab in die Kabine. Wir gönnen uns eine Dusche und dann steht schon eine runde Bier auf dem Tisch. Doch irgenwie musste ich meine Kollegen rund 30 Minuten lang suchen. Doch jedes blinde Huhn findet irgenwann auch ein Korn und so ging der doch tolle Tag mit einem Schnaps zu Ende. Obschon wir Marcs Flachmann auch mit roher Gewalt nicht öffnen können, hat Morini in der Kabine einen funktionierenden Flachmann. Dieses Ritual muss so sein, weil es immer so war und auch immer so sein wird. Die Fähre macht noch in Nizza Zwischenhalt, bevor sie dann nach Bastia Korsika fährt.





Und während ich diesen Blog schraube schaukelt und schaukelt und schaukels es von links nach recht... und ich bin froh, Reisetabletten dabei zu haben.

Und das Resumee des Tages ist wie immer. Egal was kommt, wir tun es trotzdem. Und es kommt noch einiges.

Spicki


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