Korsika - Insel der Schönheit - Day 2 / 2024





05:15 Der Wecker klingelt. Nein falsch. Die Lautsprecherdurchsage der Fähre riss uns förmlich aus den Socken, in unserem Fall aus den Federn. Diese Durchsage kommt nun alle 10 Minuten. Fast schon unhöflich. Aber gesagt getan stehen wir um 05:25 auf und dann geht der Stress auch schon los ganz getreu dem Motto "erst rennen dann warten". Um 06:00 legt die Fähre pünktlich an und wir dürfen müde wie 10 Hunde die Fähre verlassen. Manchmal frage ich mich, wieso wir uns das antun und was wir eigentlich um diese Früh in Bastia überhaupt sollen.  Doch irgendwann so gegen 06:30 fahren wir von der Fähre.



Wir fahren raus aus der Stadt und stoppen alsbald auch schon an der ersten Boulangerie, die unseren Weg kreuzt. Cappucchino und Croissants helfen uns, den Tag zu starten. Aber es ist früh, sehr früh.

Wir fahren nach Norden. Dank vielen geschwungenen Kurven schaffen wir es trotz undendlicher Müdigkeit bis ganz in den Norden nach Tollare. Am nördlichsten Punkt von Korsika gönnen wir uns an der Strandbar einen Café Latte mit exklusivem Ausblick aufs Meer. Wir sind die einzigen Gäste. Aber das ist ja auch kein Wunder bei der Früh.



Wir fahren die Westküste runter bis nach Nonza, wo wir kurz stoppen und die schwarzen Strände von Nonza bewundern und auch ablichten. Aber das Highlight des Tages kommt erst noch. Den Col de San Giovanni- Pass kann man nur offroad befahren. Recht anspruchsvoll und irgendwie waren wir ja auch die einzigen, die da oben unterwegs waren. Komisch.... oder auch nicht. Die Drohne von Samba hat nach einer gefühlten halben Stunde updates und französischen Berechtigungsanfragen dann doch noch funktioniert und wir haben alle Bilder im Kasten eingefangen. Das Leben könnte so einfach sein.

An der Ostküste wieder angekommen gehts retour Richtung Süden nach Bastia wo wir etwas ausserhalb und etwas nach 13:30 dann doch endlich einen Supermarkt finden, der uns Energie spendet.




Es geht nun in Richtung Norden der Insel zum Campingplatz Paradisu, welcher nur über eine halbstündige Offroad Passage erreichbar ist. Alles, aber wirklich alles ist komplett eingestaubt. Wer sich hierhin verirrt hat entweder ein Offroad Allrad Fahrzeug, ein Offroad fähiges Motorrad oder einfach nur einen Knall in der Birne. Angekommen ist der Campingplatz zwar offen, aber Restaurant und Laden sind noch zu. Marc gönnt sich erst mal ein Bad im Meer, während ich immer noch auf dem Camping rumdümple und alle Hände voll zu tun habe mit Staub vernichten. Auf Nachfrage beim Campingwart meint der, dass das Restaurant zu hat und ich irgendwie verstanden habe, dass es kein Futter gibt. Nach ein paar Runden Herzkasper zeigt sich dann, dass der Supermarkt (der ausserhalb der Saison Minimarket heisst), doch noch öffnet in Form von 4 Kühlschränken. Also gibts heute Spaghetti Bolognese mit Dessert in Form von Cookies. Also irgendwie doch nochmals gut gegangen.




Das ganze konnten wir noch abrunden mit einer Flasche Rotwein, 4 Bier und während ich diese Zeilen schreibe, schüttet Morini den 4. Pflaumenschnaps ein. Die Geschichte ist also für den Rest des Abends noch offen. Und das kann ja heiter werden... eigentlich wie immer, und das ist gut so.


Spicki


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