Korsika - Insel der Schönheit - Day 5 / 2024



07:00 Der Wecker klingelt nicht, die Vögel pfeiffen nicht. Ein eher ruhiger Tagesstart heute. In der Nacht hat es etwas geregnet. Und es sollte noch dicker kommen. Aber dazu später mehr erst mal der Reihe nach. Wir stehen also auf und packen unsere 7 Sachen zusammen und frühstücken erst mal ausgiebig.

Wir starten mit grauem Himmel im Gepäck. Irgendwie schaut das gar nicht gut aus heute. Und bald darauf gehts auch schon los mit Regen, der sich in den nächsten Minuten zu einem Regenguss entwickelt. Und dann giesst es auch schon in Kübeln.


Wir schrauben uns zum Col Saint Antoine rauf. Wir erreichen im düsteren Nebel den Col de Sevi. Natürlich immer noch Regen. Auf dem L'Acciola Pass ist's immer noch Waschmaschinenwetter. Wir erreichen einen der bekanntesten Pässe Korsikas, Col de Vergio. Am Wegesrand liegt Schnee. Es schaut immer noch nicht besser aus sondern eher so, als hätte sich grad der Schneepflug durch die Schneemassen gekämpft. Runter ins Tal erleben wir wenigstens griffigen Asphalt, wo wir zum Lac de Calacuccia kommen.


Wir durchqueren das wunderschöne Tal Scala di St. Regina. Was die Natur hier geschaffen hat, ist einfach traumhaft. Von Kurve zu Kurve lässt der Regen langsam nach und es trocknet ab.

Wir kommen in Corte an, wo wir ein Blasmusikorchester auf der Strasse antreffen, wo alle Musiker Waffen tragen. Ist noch speziell. Aber es waren Musiker der Armee.




Es fängt wieder an zu regnen. Kurz vor dem Mittagessen in Bocognano fahren wir über den Col de Vizzavona, welcher mit 1163m Höhe zu den wichtigsten Gebirgspässen in Korsika zählt. Er bildet die Hauptverbindung zwischen Bastia und Ajaccio. Mit viel Hunger im Gepäck finden wir unkompliziert ein Restaurant in Bocognano. Wir essen Korsische Cordon bleu und Lasagne au Maison. Wir planen eine neue Route abseits der Hauptstrasse, denn der Regenradar sagt Sonnenschein voraus.


Es geht weiter zum Col de Scalella, wo wir kurz darauf den Wasserfall Cascade du Foile de la Mariée besuchen möchten. Samba fährt blind dran vorbei, aber da machen wir nicht mit und parkieren die Bikes am Wegesrand. Nach gefühlten 10 Minuten kommt Samba endlich zurück und entscheidet, nicht mitzukommen. Marc, Morini und ich erklimmen in einer 10 minütigen Wanderung den Weg zur Aussichtsplattform und müssen an gefühlten 100 Schweinen (Tiere) vorbei, bis wir ein Foto schiessen können.


Zurück am Parkplatz liegt da so ein blau-grau angemalter Motorradfahrer am Rande, chillt und schläft. Marc tritt kräftig auf die Hupe und Samba erwacht erschreckt. Er hat tatsächlich geschlafen.


Kurz vor dem Col de Scalella Pass rennt eines der vielen freilaufenden Hausschweine kurz vor mir auf die Strasse, sodass ich mit ihm ein kurzes tete a tete habe. Schwein gehabt und nichts passiert. Aber auf Korsika laufen noch viele andere Tiere auf der Strasse frei rum. Man muss also immer auf der Hut sein.


Wir kommen am Lac de Tolla an. Und Samba röhrt schon wieder an einem Aussichtspunkt vorbei. Man merke: Wo ein Reisecar steht, gibts immer etwas zu sehen. Der Strassenzustand verschlechtert sich massiv. Löcher im Asphalt verheissen nichts gutes. Aber wir stecken das weg.






Angekommen in Ajaccio finden wir den Campingplatz Benista, wo wir einchecken. Krass, wieder 4 Sterne. Der Luxus scheint nicht abzureissen. Zelt aufbauen, duschen, dann gehts ab ins Restaurant direkt am Meer. Erst mal Apéro, sehr gut essen und dann fallen uns auch bald die Augen zu.

Spicki


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