Korsika - Insel der Schönheit - Day 8/ 2024
07:00 Der Wecker klingelt. Wir kriechen aus unseren Zeltlöchern und räumen alles schön zusammen. Um 08:00 gibts erst mal ein gutes französisches Frühstück. Und das mit super Aussicht aufs Meer. Was will man mehr.
Heute soll es nicht regnen, aber für mich schon. Aber dazu später mehr und erst mal der Reihe nach.
Wir starten also in nördliche Richtung nach Favona, wo wir in ein malerisches Tal einbiegen. Alles entlang dem Fluss Ruisseau de Punta Pinzuta.... wunderschön. Am ende des Tals in Tagliu Rossu endet die asphaltierte Strasse. Wir steigen von Meereshöhe auf über 900m an. Natürlich alles auf Schotter und sehr anspruchsvoll. Alle Sinne laufen auf Hochtouren. Die erste Schlüsselstelle macht uns bereits nach kurzer Zeit zu schaffen. Morini und ich beraten uns über die Ideallinie. Meine scheint riskanter, also nehmen wir die von Morini. Gemeinsam gehts.
Und dann kommts wie es kommen musste. Meine Actioncam verabschiedet sich schon wieder und liegt irgendwo im nirgendwo. Das merken wir natürlich viel zu spät. Aber Marc kehrt um und geht das Teil suchen. Mit Erfolg. Nach ca. 20 Minuten ist Marc zurück und hat alles mitgebracht. Wir haben also 2 Selfiesticks zerstört, 2 Halterungen und eine Kameralinsenabdeckung.
Samba lässt auf der Passhöhe die Drohne steigen und filmt die ganze Szenerie. Die Abfahrt ist zum Glück nicht mehr so schwierig. Am ende der Schotterpassage tut sich vor uns ein grosses Wasserloch auf dem Weg auf. Na ja, nur 20cm tief und der Untergrund ist sicher genauso fest wie der Weg zuvor. Völlig falsch eingeschätzt. Alle Kameras auf Aufnahme gestellt und los geht. Nach etwa der hälfte der Strecke ist der Untergrund so matschig, dass mir das Vorderrad wegrutscht. Ich lande seitlich im Tümplel und bin einmal komplett nass und dreckig. Ein Bach hilft, das nötigste zu waschen. Alles gut, weiter gehts. Die Sonne hilft dem Trocknungsprozess etwas nach.
Wir kommen wieder in Zonza an und kaufen erst mal Mittag ein. Gemäss Route folgt nun eine zweite Offroadpassage, wo wir uns munter hochschrauben zum Punta di u Marcurinacciu. Auf der Anhöhe angekommen wir derst mal gefespert. Uns fällt auf, dass wir gar niemandem begegnen, ausser mal ein paar Mountainbikern. Wo sind denn all diese Offroad Biker ? Wir fahren also wieder talwärts, und schon kommt noch ein Leckerbissen. Die Fahrt zum Col de la Vaccia. Dies ist eine schnelle Strecke mit langgezogenen Kurven. Es ist ein Genuss. Die Restaurantsuche erledigt sich automatisch, als sich uns eine Sau vor einem Restaurant in den Weg stellt. Wir biegen auf den Parkplatz und es gibt Kaffee.
Anschliessend gehts talwärts, die Strasse wird immer schmaler und nun folgt die dritte Offroadpassage. Irgendwie sind wir schon etwas müde von all den Strapazen, aber die Passage ist sehr angenehm und man kann die Route auch fahren, wenn man nicht so geübt ist. Die Route führt dem Fluss Le Taravo entlang bis zum Col de Verde. Wir stossen auf Asphalt und sind auch froh darüber. Es folgt die Abfahrt und wir haben das Ziel vor Augen, die Küste zu erreichen um zu übernachten. Bei einer Steinbrücke halten wir an respektive hat Samba alsbald das Gleichgewicht verloren und kippt auf die Seite. Vermutlich ein temporärer Müdigkeitsanfall. Marc lässt die Strohne starten und zwirbelt zwischen Brückenpfeilern und Stromkabeln durch.
Wir kommen ans Meer und finden den Campingplatz Aléria direkt am Meer. Ein langer Tag ist hinter uns. Marc kennt das Fischlokal aux Coquillages de Diana am See Etang de Diana. Und so schlemmen wir uns fast am Ende der Tour durch die Karte hindurch und kommen zum Schluss. Alles ist gut.
Spicki
Kommentare
Kommentar veröffentlichen